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Themenbereich Kontakt aufnehmenNarzissmus und das Krankheitsbild
Ist mein Partner ein Egoist, Narzisst oder nur ein Idiot?
Den Unterschied herauszuarbeiten zwischen einem schlechten Partner und einem persönlichkeitsgestörten Menschen, also beispielsweise eines Narzissten, ist gar nicht so einfach. Wenn du den Text weiterliest erklärt sich das eigentlich auch von selbst. Doch trotz Aufklärung werden immer Zweifel bleiben, weil ein Narzisst zwei Gesichter hat und sich unangreifbar macht und dem Opfer die Schuld zuschiebt. Hat man es erkann, warum fällt es dann so schwer, dieses Wort zu benutzen? Viele tun den Hinweis darauf einfach mit einem Achselzucken ab. Narzissmus wird im Grunde nicht ernst genommen. Schließlich ist jeder Mensch etwas narzisstisch. Was ist denn schon dabei?
Lass dich nicht verwirren
Du solltest dich fragen, ob es überhaupt wichtig ist, den Diagnosen hinterher zu jagen. Ohne diesen Umweg wäre einfacher dem Problem gegenüberzutreten. Ein schlechter Partner ohne Narzissmus oder ein Partner, der nicht zu einem passt, ist auf Dauer auch nicht besser zu ertragen.
Wenn der Partner krank macht
Ein persönlichkeitsgestörter Partner vermittelt dir mit Nachdruck, dass du die Schuld an dem schlechter Verlauf der Beziehung trägst.Seine Sicht der Dinge soll dein Maßstab werden, an dem du dich auszurichten hat.
Wie erkenne ich Narzissmus
Wer den Versuch wagt, mit einem Narzissten eine Beziehung zu führen, merkt nach einiger Zeit, dass er zum Bittsteller geworden ist. Die Betroffenen finden in windeseile heraus, dass ihre Ziele keine richtige Bedeutung haben. Du musst sich anpassen, da er erst im Gleichklangmit dir findet, was er braucht: Ruhe, Zufriedenheit und das Gefühl mit sich selbst eins zu sein. Die immerwährende Bestätigung seines Selbst. Er braucht seine Partnerin also mehr als er eigentlich möchte und ist doch immer wieder schnell bereit, die Beziehung aufzugeben. Sich der Partnerin anzupassen, gelingt ihm nur in der ersten Zeit, dann versucht er mit manipulativen Mitteln und emotionaler Gewalt sein Ziel zu erreichen.
die verdrehte Welt des Narzissten
Wegen Nebensächlichkeiten und Kleinigkeiten beendet er die Beziehung. So entsteht bei dir der Eindruck, dass sie mehr an der Partnerschaft interessiert ist, als er. Die Partnerin schwingt nicht mehr mit ihm im Einklang. Und obwohl er seine Partnerin jetzt eigentlich dringend braucht, geht er lieber, als sich dem weiter auszusetzen.
der Aggressor ist immer das Opfer
Und das wird er auch anderen vermitteln. Er sieht sich tatsächlich so. In seiner Welt gibt es nur schwarz und weiß. Heiß und Kalt. Liebe und Nichtliebe. Aufmerksamkeit heißt Liebe. Nichtbeachtung, das Gegenteil davon.
Beachtet die Partnerin ihn seiner Meinung nach nicht genug, bricht seine ganze Welt zusammen. Er ist fest davon überzeugt in diesem einem Moment, dass sie ihn nicht mehr liebt. Die Partnerin beginnt sich zu rechtfertigen, etwas, dass alles noch schlimmer macht. Rechtfertigung ist in seinen Augen ein Schuldeingeständnis. Dieses braucht er zwar, aber das alleine baut ihm seine zerstörte Welt nicht wieder auf. Er geht davon aus, dass sie zu wissen hat, was er im Moment braucht. Setzt sie seine Erwartungen nicht richtig um, ist diese Missachtung für ihn die Berechtigung sich abzuwenden.
Strafaktionen
Strafen drücken sich nicht nur durch Liebesentzug oder verbale Entgleisungen aus. Getarnt durch höhnische Bemerkungen, destruktives Verhalten und abfällige Bewertungen werden diese zunehmend überall eingesetzt. Dass hier eine Verbindung zum Fehlverhalten der Partnerin besteht, weiß nur er und nach einiger Zeit auch seine Partnerin. Die Umwelt steht unwissend in der Landschaft und wundert sich. Nicht über ihn, sondern besonders über die Partnerin, die sich gerade völlig überzogen und neurotisch und für andere unpassend verhält.
die anderen Frauen in seinem Leben
So ergibt sich von selbst, warum er Ausschau nach fremder Bestätigung halten muss. Niemand kann diesen Anspruch auf Dauer umsetzen. Wenn die Partnerin, trotz seiner Manipulationsversuche, nicht in der Lage ist seine Bedürfnisse zu befriedigen, wird er sich anderweitig umsehen nach Bestätigung.
Wenn sie sich nicht genug um ihn kümmert, sieht er sich berechtigt, sich um andere Frauen kümmern zu dürfen. In seinen Augen ist das nicht sein Fehler, sondern ihr Fehlverhalten. Keine Situation lässt er vorbeiziehen, die ihm anderweitige Bestätigung bieten kann.
der ungerechter Partner ohne Empathie
Hier geht es um Personen, die andere bewusst oder unbewusst täuschen, um für sich selbst einen Vorteil zu erzielen. Sie meinen es definitiv nicht gut mit Ihrem Partner. Sie tragen Masken und machen sich damit menschlich unsichtbar. Sie spielen perfide Spiele ohne die Spielregeln bekannt zu geben. Sie manipulieren, lügen und verdrehen alles bis zur Unkenntlichkeit, um sich die Macht über einen anderen Menschen zu erhalten.
die Schuldfrage
Hier wird ganz klar ein Verhalten angesprochen, welches die Partnerin ganz bewusst emotional verletzt und herabwürdigt. Auch wenn diese Verletzungen nicht bewusst provoziert werden und dem krankhaften Hintergrund zugeordnet werden müssen, muss ihm spätestens die Reaktion der Partnerin zeigen, dass er daneben gegriffen hat. Insoweit kann man davon ausgehen, dass er in Kauf nimmt, seine Partnerin damit hochgradig zu schaden.
Setzt er dieses Verhalten weiterhin vorsätzlich und nachhaltig über einen langen Zeitraum ein, ist ihm klar, dass er seine Partnerin damit schädigen wird. Dieser Missbrauch geht sogar soweit, dass er dieses Verhalten unauffällig und erst im späteren Verlauf einer Partnerschaft einsetzt, wenn die Beziehung schon Strukturen und eine gewisse Festigkeit besitzt. Dann beginnt die langsame Konditionierung der Frau in eine Richtung, die nur von dem persönlichkeitsgestörten Partner bestimmt wird.
Nach und nach wälzt er alle Verantwortlichkeiten auf die Partnerin ab, um ihr dann die Schuld für ihr Versagen in die Schuhe schieben zu können. So kann er seine weiße Weste behalten. Sein Opfer allerdings wird sich immer mehr fragen, was es falsch gemacht hat.
der Narzisst und sein Spiegelbild
Kein normaler Partner verhält sich so in einer Partnerschaft. Selbst ein Idiot oder ein Egoist benimmt sich anders.
Es ist das fehlende SELBST, was den persönlichkeitsgestörten Menschen so vorgehen lässt. Es fehlt ihm an Empathie und das Mitfühlen im Bezug auf den Umgang mit den Menschen in seiner Umgebung. Nichts oder kaum etwas davon ist vorhanden. Alles wirkt wie auswendig gelernt und dann vorgespielt. Und genau das ist es auch. Ein einstudiertes Verhalten, weil keine eigene Substanz vorhanden ist.
Gefühle der anderen sind für ihn lesbar, verstehen kann er sie jedoch nicht. Verletzendes Verhalten wird angewendet, weil er nicht sehen kann, was er anderen Personen damit wirklich antut. Seine eigene Person ist innen hohl, einem Spiegel gleich. Das einzige was sich darin spiegelt ist die jeweilige Partnerin, die mit Manipulationen dazu gebracht wird, dass zu geben, was der persönlichkeitsgestörte Partner im Moment braucht. Aufmerksamkeit, Bestätigung, Lob und Liebe. Selbst etwas davon zu geben ist er unfähig.
Er sucht das perfekte Spiegelbild seiner selbst. Wenn ihm nicht mehr gefällt, was er sieht, versucht er sein Spiegelbild (seine Partnerin) zu zertrümmern. Das Opfer lebt zwischen den Phasen der Anbetung und der Zerstörung. Zwischen Trennung und Stalking. Zwischen Himmel und Hölle.
Fazit
Der Leser mag sich jetzt fragen, wo dann der tragende Unterschied zwischen beiden liegt. Das Egoist hat keine Maske, ihm ist es letztlich egal, ob die Partnerin bei ihm bleibt oder nicht. Seine Ziele stehen im Vordergrung, dafür muss er andere nicht zerstören, weil sie ihm ein schlechtes Gefühl dabei geben.

